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Feier und Schlaf müssen kein Widerspruch sein - Proaktiv handeln und vermitteln

 

Nicht erst seit der kommenden Schließung des ‚Viva Moguntia‘ treffen die Interessen von Anwohnenden, die Nachtruhe haben möchten, und die der Ausgehenden, die feiern wollen, ohne sich verstecken zu müssen, aufeinander. Besonders in der Altstadt kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen darüber, welches Bedürfnis wichtiger ist. Ein Lösungsvorschlag könnte ein/e Nachtbürgermeister*In sein, sagt Tupac Orellana, Kreisvorsitzender und Ortsvorsteherkandidat für die Mainzer Altstadt:

„Mainz ist eine wachsende und pulsierende Stadt. Zu einer solchen Stadt mit Universität, Kultur- und Kreativwirtschaft und Partyszene gehört es dazu, dass es nachts zu Lärm und auf den Straßen zu Verunreinigung kommen kann. Besonders in der südlichen Altstadt und im Bleichviertel kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen Betroffenen – aber auch in anderen Stadtteilen, wie in der Neustadt am Gartenfeldplatz und womöglich in Zukunft in der Kommisbrotbäckerei, wo Kultur und Wohnen nah beieinander geplant werden. Auf den schwierigen Spagat, die Nachtruhe sicherzustellen und das Nachtleben zu entfalten, gibt es in Mainz bislang keine zufriedenstellenden Vorschläge. Es muss eine Lösung her, die einen Überblick über das Mainzer Nachtleben hat und eingreift, bevor sich Anwohnende, Bar- und Clubbetreibende sowie Grundstücksbesitzende gegenseitig Klagen, Vorwürfe und Presseartikel um die Ohren werfen.“

„Ich bin davon überzeugt, dass die Einsetzung eines/r Nachtbürgermeister*In ein Schritt in die richtige Richtung ist.“ So Orellana weiter. „Ein/e Nachtbürgermeister*In greift proaktiv ins Nachtleben ein und ist eine Anlaufstelle für alle Akteure, die von Nachtleben in Mainz betroffen sind oder dieses gestalten: Anwohnende, Grundstückseigentümer*innen, Gastronomiebetreibende, Sicherheitsbehörden, Kulturschaffende und viele andere. Die Aufgabe einer solchen Institution ist die Gestaltung des Mainzer Nachtlebens: Wo gibt es Lärm- und Schmutzprobleme? Sind die ÖPNV-Anbindungen in der Nacht ausreichend? Können Frauen sorglos nachts feiern gehen? Ist das Mainzer Nachtleben attraktiv für Besuchende von Außerhalb? Lässt sich der Einzelhandel ins Nachtleben involvieren? Diese und viele weitere Fragen könnte ein/e Nachtbürgermeister*In bearbeiten und somit ein Gemeinschaftsgefühl für Mainzer Nächte schaffen und alle Menschen einbinden, die daran teilhaben möchten.“

Natürlich müsste eine solche Person unabhängig arbeiten können und eine Aufwandsentschädigung erhalten, die nicht durch Finanzierung aus der Privatwirtschaft stammt.“


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