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Menschen vor Profite - Privatisierung verhindern

Vor 15 Monaten hat die Universitätsmedizin Mainz das Krankenhaus in Ingelheim nach langen und zähen Verhandlungen übernommen. Und heute gibt die Universitätsmedizin ihr Engagement bereits wieder auf. Der Grund ist die defizitäre wirtschaftliche Lage des Krankenhauses. 5 Millionen Euro wurden investiert, das muss reichen. Dazu kommentiert Stefan Heyde, pflegepolitischer Sprecher und Spitzenkandidat für DIE LINKE zum Kreistag Mainz-Bingen:

 

„Der Aufgabenprozess der Krankenhäuser verändert sich seit Jahren sehr stark, die Notfallversorgung in unserem ländlichen Raum schrumpft immer weiter.

Wir haben eine Tendenz dahingehend, dass durch Zentralisierung schwierigere, komplexere Behandlungen in großen Kliniken durchgeführt werden und die kleineren Krankenhäuser wie Ingelheim als Anlaufstelle dienen sollen für die ländliche Bevölkerung. Der Zwang, „marktorientiert“ zu arbeiten, führt aber seit Jahren zu Privatisierungen und Schließungen von Abteilungen oder ganzen Häusern im ländlichen Raum. Diese Krankenhäuser sind aber enorm wichtig um die ländliche Versorgung der Bevölkerung zu übernehmen und zu gewährleisten. Die Zeche für das gewinnorientierte Gesundheitssystem dürfen nicht die Bürger*innen in Ingelheim und Umgebung bezahlen, welche auf das Krankenhaus als Anlaufstelle angewiesen sind. Es muss im Landkreis eine transparente Behandlung dieses Vorganges erfolgen und es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine Kommunalisierung der Gesundheitsversorgung ist. Eine Privatisierung des Krankenhauses muss dringend verhindert werden, damit mit der Gesundheit der Menschen im Landkreis kein Geld gemacht, sondern eine angemessene Versorgung sichergestellt wird.“

DIE LINKE sagt: Menschen vor Profite – auch in der Gesundheitsversorgung. Die miserablen Zustände in der Krankenpflege sind fast ausschließlich dem neoliberalen Gedanken geschuldet, dass ALLES Gewinn abwerfen muss. Wir sind der Auffassung, dass die Gesundheit der Menschen nicht mit schwarzen Zahlen in Quartalsberichten aufgewogen werden kann.


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