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Fraktion DIE LINKE im Mainzer Stadtrat

Obdachlosigkeit bekämpfen – nicht Obdachlose

Die Mainzer Netze haben am Hopfengarten auf einem Transformatorpodest, welches ursprünglich als Sitzgelegenheit gestaltet war, Metallstangen montiert, die einen Aufenthalt verhindern sollen. Auf dem Podest halten sich öfter Obdachlose und Jugendliche auf. Dies kommentiert Waltraud Hingst, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Mainzer Rathaus und Mitglied im Ortsbeirat Altstadt.

„Der Vorgang am Hopfengarten ist ein Skandal. Die Stadt und die stadtnahen Betriebe sollen Obdachlosigkeit bekämpfen und nicht Obdachlose. Die Wohnungslosenunterkünfte sind stetig unterfinanziert und müssen sich an private Spender wenden während die Mainzer Netze sinnlose Vertreibungsmaßnahmen umsetzen. Trotz der Metallstreben sitzen auf dem Podest regelmäßig dieselben Leute, die sich zuvor dort aufhielten. Natürlich gibt es dort Probleme, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist. Verdrängung wird diese Probleme allerdings nur verlagern – nicht lösen.

Meine Fraktion wird zur nächsten Stadtratssitzung einen Antrag stellen, der es der Stadt untersagt, sogenannte „defensive Architektur“ umzusetzen, die dazu dient, Obdachlose zu vertreiben. Die stadtnahen Betriebe wären gut beraten ebenso auf solche Maßnahmen zu verzichten – sie schaden dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.“