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Sozialticket

Die Diskussion um das Sozialticket ist wieder auf der Tagesordnung. DIE LINKE fordert das vergünstigte Ticket schon seit Jahren und fordert jetzt ein Ende der unendlichen Debatte, indem das Ticket endlich eingeführt wird. Dazu Kreisvorsitzender Tupac Orellana:

 

Schön, dass sich nach Stadtratsmitglied Daniel Köbler jetzt auch Oberbürgermeister Michael Ebling für ein Sozialticket ausspricht. Der OB hat Recht, wenn auch Rentnerinnen und Rentner und andere Menschen mit geringem Einkommen berücksichtigt werden sollen. Allerdings darf die Mainzer Stadtpolitik nicht die Hände in den Schoß und die Zukunft der Mobilität von tausenden Menschen in Mainz in die Hände der FDP legen.

 

Wer das Thema Sozialticket wirklich mit dem notwendigen Ernst angehen will, muss sehen, dass im aktuellen Stadtrat die notwendige Mehrheit vorhanden sein dürfte. Daher gibt es keinen Grund, das Thema Sozialticket weiterhin über Jahre zu verschleppen und Menschen mit kleinem Geldbeutel vom sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben auszuschließen. Wir fordern, dass ein entsprechendes Sozialticket beschlossen und im kommenden Doppelhaushalt eingeplant wird.


Dass es noch kein Sozialticket gibt ist eine grobe Ungerechtigkeit. Die Ankündigung im Koalitionsvertrag der Ampel, den „Mainzpass“ zum 01.01.2017 einzuführen, ist kommentarlos ignoriert worden – stattdessen steigen die Preise immer weiter. Wir erfahren täglich, dass Mainzerinnen und Mainzer keine Veranstaltungen in anderen Stadtteilen besuchen, zum Einkaufen in die Innenstadtfahren oder sich sogar Essen bei der Tafel holen können. Jede weitere Verzögerung ist eine Erniedrigung für die Betroffenen.
Mit Kosten von 60€ kann das ermäßigte Ticket nicht Sozialticket genannt werden. Der Preis muss sich an dem Hartz IV-Regelsatz für Mobilität orientieren, der aktuell bei 27,85€ liegt. Bei Menschen in Hartz IV oder Rentnerinnen und Rentnern nahe der Grundsicherung geht es um jeden Cent.


Die Kosten dürften sich sogar in Grenzen halten. Bei den bisherigen Berechnungen wird nie berücksichtigt, dass auch Menschen erstmals wieder den ÖPNV regelmäßig nutzen, wenn sie sich ein Ticket leisten können. Im Großen und Ganzen dürfte es auch zu weniger absurden und kostenintensiven Verfahren gegen Schwarzfahrerinnen und Schwarzfahrer kommen, die das Problem nicht beheben.


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