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Tupac Orellana

Tiefkühlessen gegen Frischküche - Mainz spart am falschen Ende

Mainz streitet sich aktuell um die Frage, ob an Mainzer KiTas Frischküche angeboten werden soll… eigentlich streitet sich Mainz nicht, denn es gibt einen breiten fraktionsübergreifenden Konsens, dass es besser wäre, das aktuelle Tiefkühlkostsystem durch frisches, saisonales und regionales Essen zu ersetzen. Selbst Sozialdezernent Dr. Lensch hat Kompromissbereitschaft signalisiert, obwohl die von der Verwaltung vorbereitete Präsentation versuchte die Frischküche kaputtzurechnen.

 Die Betriebsgruppe Mainz der GEW hatte zuvor ausführlich über die Probleme des KiTa-Speiseplans in Mainz berichtet.

Nur wirklich handeln will kaum jemand, weder CDU, SPD, GRÜNE, FDP oder die Stadtverwaltung wollen die Umstellung wirklich umsetzen. Vorgeschlagen ist stattdessen eine Arbeitsgruppe, die mindestens ein Jahr über die Verpflegung an den Mainzer KiTas sprechen soll. Alle Beteiligten wissen, dass jeder verstrichene Tag dazu führt, dass das aktuelle System beibehalten wird. Denn die Landeshauptstadt baut momentan dutzende KiTas (neun im Jahr 2019 und dreizehn im Jahr 2020) um dem gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht zu werden. Jeder dieser KiTas, die ohne die räumlichen Ansprüche einer Frischküche fertiggestellt wird, müsste bei einer späteren Umstellung kostenintensiv umgebaut werden. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob wir über die grundsätzliche Umstellung von 53 oder 75 Einrichtungen sprechen.

Im November beschließt der Stadtrat den Doppelhaushalt 2019/2020. Sollten dort keine Investitionen in die KiTa-Infrastruktur zu finden sein um eine Umstellung auf Frischküche zu ermöglichen, dürfte das Projekt „Frischküche“ erledigt sein. Der bisher angedachte Zeitplan zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe führt zu demselben Ergebnis. Die Einrichtung der Gruppe ohne Grundsatzbeschluss ist ein Versuch, das für die Verwaltung lästige Thema über die Kommunalwahl 2019 hinaus zu zögern.

DIE LINKE fordert alle Fraktionen im Mainzer Stadtrat dazu auf, schnellstmöglich einen gemeinsamen Beschluss zu fällen, der die Einführung der Frischküche für städtische KiTas in Mainz ermöglicht. Über Zeitplan, Geschwindigkeit und Maßnahmen, kann man sich dann auch noch in einer Arbeitsgruppe streiten.

DIE LINKE kämpft für Qualität an den Mainzer KiTas und sieht dabei die Frischküche als einen wichtigen Baustein an. Der Umgang mit frischem Essen bietet zahlreiche Möglichkeiten positiven Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes zu nehmen. Pädagogisch, gesundheits- und umweltpolitisch ist die Frischküche die bessere Wahl.


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