Linksfraktion macht deutlich: Einsamkeit ist ein strukturelles Problem – es braucht umgehend politische Entscheidungen

Carmen Mauerer

Zur Stadtratssitzung am 25.3.2026 hat die Kenia-Koalition einen Antrag zur „Weiterentwicklung der sozialräumlichen Kooperation…“ (0522/2026) vorgelegt und für Zustimmung geworben.

„Armut und Einsamkeit sind politisch verursacht!“ so Carmen Mauerer in ihrer Rede dazu. Und deshalb brauche es auch politische Entscheidungen: „Stadtteilzentren, Jugendzentren, Beratungsstellen, aufsuchende Arbeit, Bildungsangebote und Gesundheitsversorgung müssen finanziell gesichert sein. Menschen brauchen Orte der Begegnung und Unterstützung. Dafür aber braucht es auch Personal und Gelder - und zwar langfristig und nicht nur in Projektlogik.“

Und weiter: „Stattdessen aber verdoppeln Sie die Preise für das Schülerticket, machen Museen, Theater und andere Kultur unerschwinglich für Viele, kürzen Beratungs- und Kulturangebote für Jugendliche und alle Altersgruppen und zucken mit den Schultern, wenn Menschen aus der Stadt verdrängt werden oder auf der Straße landen, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können.“

Sie kritisiert:„ Dieser Antrag ist typisch für politische Prozesse in Mainz: Das Problem wird benannt, man feiert sich dafür, dass man darüber spricht, aber gehandelt werden soll lieber erstmal mit angezogener Handbremse.“ Denn sozialwissenschaftliche Studien besagen, dass es keiner weiterer Untersuchungen bedarf, weil die Fakten auf dem Tisch liegen. „Wir brauchen den politischen Willen, das vorhandene Wissen endlich zu nutzen.“ 
Die Linksfraktion hat dem Antrag zugestimmt, „weil er immerhin das Problem adressiert und wir hoffen, dass schnell konkrete Maßnahmen folgen werden“, so Mauerer - und ergänzt: „Aber wenn nicht, werden wir gerne dran erinnern.“