Spielplatzplanung
Aktuell wurde ein Antrag der Linksfraktion „Inklusive Spielplätze“ (1480/2025) im Sozialausschuss diskutiert. Gefordert wurde darin, die Verwaltung möge sich mit den Initiator*innen des inklusiven Spielplatzes an der MEWA-Arena austauschen, nach und nach alle Spielplätze mit Kommunikationstafeln ausstatten und jedes Jahr mindestens einen weiteren Spielplatz mit inklusiven Geräten ausrüsten mit Priorisierung auf die Spielplätze, in deren Nähe die meisten Kinder wohnen. Wir zitieren aus der Niederschrift: „Aus Sicht der Verwaltung ist der Grundgedanke der Inklusion, dass jedes Kind individuell geeignete Spielangebote auf jedem Spielplatz vorfindet und ein gemeinsames Spielen von Kindern mit und ohne Behinderungen ermöglicht wird. Da derzeit nicht alle Spielplätze diese Voraussetzungen erfüllen, strebt die Verwaltung an, die Situation bei jedem Spielplatzprojekt im Rahmen der räumlichen und anderweitigen Voraussetzungen zu verbessern. Die Umsetzung soll nach bestimmten Schwerpunkten erfolgen. Frau Beigeordnete Schmöller teilt mit, dass dazu erfreulicherweise aus der Ausgleichsumlage Fluglärm zusätzliche Fördermittel in Aussicht gestellt wurden.“ Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.
Aus der Presse ist zu entnehmen, dass aktuell mindestens zwei größere Spielplatzprojekte anstehen: auf dem Lerchenberg und in Hechtsheim, wo sich Bürger*innen für den Erhalt des Spielplatzes stark gemacht haben und es nun ein Beteiligungsformat geben soll.
Wir fragen daher an:
- Ist bei den genannten Spielplätzen von der Verwaltung beabsichtigt, diese inklusiv zu gestalten und in welcher Form konkret?
- Welche vorhandenen Spielplätze werden dieses Jahr (teilweise) erneuert und wie sind hier jeweils die Planungen für mehr Inklusivität?
- Gibt es Vorgaben der Verwaltung bei der Neugestaltung von Spielplätzen bezogen auf Fragen der Barrierefreiheit von Zugängen sowie der Spielgeräte?
- Wo sind neue Spielplätze geplant z.B. wegen des Neubaus von Wohnungen? Wann werden diese Pläne umgesetzt? Wie setzt die Verwaltung in diesen Fällen konkret ihren eigenen Grundgedanken bezogen auf inklusives Spielen um?
- Wann wird es eine sichere Erkenntnis davon geben, wie hoch die zusätzlichen Fördermittel aus der Ausgleichsumlage sein werden, die für Spielplatzgestaltung verwendet werden können? Von welcher Summe verteilt über wie viele Jahre ist auszugehen? Wie steht diese Summe im Verhältnis zu den im Haushalt 2026 eingestellten Mitteln für Sanierung bzw. Neubau von Spielplätzen?
Gibt es bereits konkrete Pläne bezüglich des Ersatzes der maroden Spielgeräten auf dem Goetheplatz und deren Finanzierung?
