Betreuungspool Feldbergschule – gute Idee mit kleinen Fehlern? (Die Linke)
Im Schuljahr 2025/2026 wurde an der Feldbergschule ein Pilotprojekt durchgeführt mit der Maßga-
be, diesen Ansatz des Poolings auch an allen anderen Schulen einzuführen. Kurz gesagt geht es
hierbei darum, von dem Konzept der 1:1-Betreuung beim Einsatz von Inklusionsbegleiter*innen
überzugehen in einen Pool von Assistenzkräften an der Schule, auf den bei Bedarf zugegriffen
werden kann. Hintergrund sei, so die Verwaltung, dass durch die 1:1- Betreuung der Stadt immen-
se Kosten entstünden, der Platz in den Klassenzimmern begrenzt und z.T. mehrere Assistenzkräf-
te pro Klasse im Einsatz seien und viele Kinder mit Behinderung keine dauerhafte sondern ledig-
lich punktuelle Unterstützung benötigten.
Mit dem Commit-Club in Mainz wurde für die Feldbergschule eine Kooperation geschlossen. Ande-
re Träger, die vorab in der Schule Integrationskräfte gestellt hatten und sowohl die individuellen
Bedarfe der Kinder als auch die strukturellen Bedingungen bestens kannten, wurden nicht berück-
sichtigt.
Das Projekt sollte zeitnah evaluiert und seine Umsetzung in anderen Regelschulen geprüft wer-
den.
Es gab und gibt von Elternseite Verunsicherung, Bedenken und Kritik an der Idee (z.B. AZ
21.2.2025, 2.4.2025 und 13.11.2025).
So fragen wir nach:
1 Wurde das Pooling-Projekt an der Feldbergschule mit Abschluss des Schuljahres 2025/2026 abgeschlossen?
2 Ist der Kooperationsvertrag mit dem Commit-Club beendet? Wie kam der Kooperationsvertrag zustande? Wurde das Projekt seinerzeit ausgeschrieben?
3 Aus welchem Grund kamen bereits aktive Träger, welche die Integrationskräfte davor gestellt hatten, nicht zum Zuge?
4 Wie wurde gewährleistet, dass die individuellen Bedarfe den neuen Integrationskräften bekannt wurden, so dass diese von Beginn an berücksichtigt werden konnten?
5 Wie verlief die Evaluation des Projektes und ist diese abgeschlossen?
6 Welche Parameter wurden zur Bewertung herangezogen?
7 Wer war mit der Evaluation beauftragt?
8 Wie wurden die Eltern der betroffenen Kinder in die Evaluation miteinbezogen?
9 Wie wurde gewährleistet, dass jedes Kind mit Unterstützungsbedarf seinen individuellen Bedürfnissen entsprechend Hilfe bekam?
10 Wie wird es nun im Schuljahr 2026/2027 a) an der Feldbergschule und b) an allen anderen Regelschulen weitergehen?
11 Wann und wo wird die Evaluation vorgestellt?
