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Situation der Förderschulen in Mainz

Carmen Mauerer

Aus einer Umfrage der GEW an den Förderschulen in Rheinland-Pfalz, an der sich 40 von 133 staatlichen und privaten Förderschulen in Rheinland-Pfalz beteiligten, geht her-vor, dass die Situation an den Schulen zum Teil sehr schwierig ist. Das hat unterschied-liche Ursachen. Zum einen gibt es eine deutliche Überbelegung in den meisten Schulen – in zwei konkreten Fällen wurde eine Auslastung von 250% (!) angegeben, bei 5 Schu-len von 200% etc.. Die meisten der befragten Schulen gaben an, dass sie weniger Klas-sen gebildet haben als rechnerisch möglich und nötig gewesen wäre, um die pädagogi-schen Anforderungen zu erfüllen. Als Gründe angeführt wurden zwei entscheidende Faktoren: Raumnot und Personalmangel, bzw. beides in Kombination. Die Raumnot vie-ler Schulen führt außerdem dazu, dass Fachräume für bestimmte, angepasste Formen der pädagogischen Arbeit mit den Schüler*innen zu Klassenräumen umgewidmet wur-den. Und auch bei den Förderschulen gilt, dass Unterricht ausgelagert werden muss – beispielsweise in Container, zumal es auch in diesen Schulen erhebliche bauliche Mängel gibt, die aufgrund des Investitionsstaus der Kommunen nicht behoben werden können.

Die GEW leitet aus ihren Recherchen ab, dass die Landespolitik hier umgehend Abhilfe schaffen müsse und benennt Forderungen.

www.gew-rlp.de/fileadmin/media/sonstige_downloads/rlp/Presse/2026/2026-04-23-GEW-Umfrage-G-M-Schulen.pdf

In Mainz sind drei Förderschulen ansässig mit je eigenem Förderschwerpunkt. Ob sich diese Schulen an der Umfrage beteiligt haben, wissen wir nicht. Damit an die neue Lan-desregierung von der Stadt Mainz als Schulträger konkrete Forderungen adressiert wer-den können, um die Förderschulen auch hier zu stärken, ist es gut, die jeweilige Situati-on zu kennen.

 

Wir fragen an:

  1. Welche Förderschulen mit je welchem Förderschwerpunkt gibt es in Mainz?
  2. Wie viele Kinder und Jugendliche werden dort in wie vielen Klassen unterrichtet? Bitte – wenn möglich – nach Schulen aufschlüsseln.
  3. Müssen Kinder/Jugendliche abgewiesen werden, weil die Kapazität nicht ausreichend ist? Welche Alternativen gibt es in diesen Fällen?
  4. Wie viele der Klassen sind überbelegt? Wie viele weisen eine Unterbelegung auf?
  5. In welchen Schulen findet das Angebot reduziert statt, weil Räume fehlen, nicht genutzt werden können oder anderweitig belegt sind? Was genau fällt weg?
  6. Wo wird Unterricht und in welchem Umfang räumlich ausgegliedert?
  7. An welchen Schulen gibt es einen Sanierungsstau und in welchem Umfang?
  8. An welchen Schulen können Außenanlagen nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden? Aus welchen Gründen?
  9. An welchen Schulen wird die Personalsituation als ausreichend oder gut gemessen an den pädagogischen und therapeutischen Erfordernissen beschrieben?
  10. Wie viele Stellen in je welcher Profession konnten aus welchen Gründen nicht besetzt werden? Bitte gerne nach Schulen aufschlüsseln.
  11. Gibt es – je nach Schule – Angebote, die komplett wegfallen, obwohl sie pädagogisch und/oder therapeutisch erforderlich wären?
  12. Ist die Verwaltung bereits jetzt mit der neuen Landesregierung in Gesprächen, um die Situation der Förderschulen in Mainz zu verbessern?

Carmen Mauerer                                                                               

 https://bi.mainz.de/vo0050.php?__kvonr=38504 

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