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Sozialen Zusammenhalt stärken – Austerität verhindern

Tupac Orellana

Nach einer kurzen Phase der sprudelnden Steuereinnahmen und des Schuldenabbaus findet

sich die Landeshauptstadt Mainz im Jahr 2024 wieder in der finanziellen Krise. Grund hierfür

ist nicht, dass die Mainzer*innen in den letzten Jahren in Saus und Braus lebten, sondern

zum einen eine Bundespolitik, welche die Kommunen seit Jahrzehnten mit immer mehr

Aufgaben und Kosten belastet, ohne einen angemessenen Ausgleich zu schaffen und zum

anderen einer katastrophal gescheiterten Finanzpolitik des Mainzer Stadtrats. Der Mainzer

Stadtrat hatte im Herbst 2021 den Hebesatz der Gewerbesteuer, in einem gescheiterten

Versuch ein rheinland-pfälzisches Steuerparadies für Unternehmen zu werden, auf den

geringsten Steuersatz im ganzen Bundesland gesenkt – nur Die Linke stimmte gegen dieses

kurzsichtige Vorhaben. Die Folge: Ein gigantisches Steuergeschenk an die in Mainz

ansässigen Unternehmen von über 600 Millionen Euro – im Übrigen ist das fast genau der

Fehlbetrag, den die Finanzverwaltung für den städtischen Haushalt bis 2028 prognostiziert.

Die erhoffte Ansiedlung von Unternehmen durch den geringen Steuersatz blieb aus. Als

Folge dieser Faktoren sieht die Mainzer Stadtgesellschaft jetzt einem Kürzungs- und

Teuerungsprogramm entgegen. Neben der Erhöhung der Grundsteuer B, die das ohnehin

teure Wohnen in Mainz noch teurer machen wird, sollen zahlreiche Leistungen gekürzt und

Beiträge erhöht werden. Die gescheiterte Finanzpolitik der Verantwortungsträger*innen in

Mainz und Berlin sollen jetzt vor allem die Mainzer Bürger*innen ausbaden.

bi.mainz.de/vo0050.php

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