Barrieren abbauen und dabei Mainzer Einzelhandel stärken!

Carmen Mauerer

Viele Menschen werden aktuell beim Einkaufen ausgeschlossen, weil ihnen Barrieren den Zugang erschweren – sei es durch fehlende Rampen, unübersichtliche Beschilderung, schwere Türen oder unruhige Einkaufsumgebungen.

Nicht alle Behinderungen und Bedürfnisse sind sichtbar – und Barrierefreiheit bedeutet weit mehr als nur Rollstuhlgerechtigkeit: Sie umfasst auch einfache Maßnahmen, die den Einkauf für alle Menschen erleichtern, z. B. Sitzgelegenheiten zum Ausruhen, Assistenzoptionen oder die Einführung von „stillen Stunden“ zum Einkaufen.


Beispiele dafür sind auf dem beigelegten Übersichtsblatt zu finden.

Wenn Barrieren abgebaut werden, profitieren nicht nur Menschen mit Beeinträchtigungen: Barrierearme Läden erschließen neue Kund*innenkreise und erhöhen die Attraktivität der Mainzer Innenstadt. Gerade jetzt, wo die Innenstadt durch den Verlust mehrerer Traditionsgeschäfte unter Druck steht und das Weihnachtsgeschäft beginnt, kann die Förderung von Zugänglichkeit dazu beitragen, den Einzelhandel zu stärken und die Innenstadt lebendig zu halten.

Antrag:

Der Stadtrat möge beschließen, dass die Stadt Mainz Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren in Ladenlokalen unterstützt. 

Die Verwaltung wird gebeten, Einzelhändler*innen Informationen und Beratung über Barrierefreiheit und bessere Zugänglichkeit anzubieten, und dabei praxisnahe Maßnahmen vorzuschlagen, wie sie Barrieren im Ladenlokal reduzieren können.
Kosten für kleinere Hilfsmittel für einfache Anpassungen (z. B. Gummi-Rampen, Funk-Klingeln, Markierbänder, Haltegriffe, Sitzgelegenheiten, Kommunikationshilfen, Bewerbung einer „stillen Stunde“) sind den Geschäften unbürokratisch zu erstatten.

Alle Maßnahmen sollen in Abstimmung mit dem Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen erarbeitet und umgesetzt werden.

Dem Stadtrat ist zu berichten.

Carmen Mauerer

 https://bi.mainz.de/vo0050.php?__kvonr=37394