Linksfraktion setzt auf kleinräumige Gewaltprävention - Vor und hinter der Haustür: Gewalt verhindern, ehe sie passiert!

Carmen Mauerer

Es ist erschreckend: Ende 2025 veröffentlichte das BKA Zahlen zu Gewalt an Frauen, die auf einem neue Höchststand sind. Bekannt geworden seien 266.000 Fälle – die Zahl der Dunkelziffer jedoch sei sicher sehr viel höher. Vieles bleibe im Verborgenen und werde von den Frauen aus Angst, Scham, Abhängigkeiten oder auch Sorge um die Kinder nicht zur Anzeige gebracht.

 

„Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März ist dies Grund, genauer hinzuschauen – denn die meisten Opfer häuslicher Gewalt waren und sind Frauen“, sagt Carmen Mauerer, sozial- und frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Statt jedes Jahr aufs Neue die Zunahme der Opferzahlen zu bedauern, wäre es hilfreich zu überlegen, was getan werden kann, um diese Gewalt zu verhindern!“ Dies sei auch und vor allem eine Aufgabe des Gemeinwesens: „Je kleinteiliger Gewaltprävention gedacht wird, je mehr die Menschen in der direkten Nachbarschaft angesprochen und mitgenommen werden, umso effektiver kann Schweigen aufgebrochen und können Strukturen, die Gewalt und Wegsehen fördern, verändert werden.“
Die Linksfraktion wird zur Stadtratssitzung einen Antrag einbringen, der die Verwaltung auffordert, sich gemeinsam mit dem Frauenbüro, der Sozialen Stadt sowie dem Jugendamt mit bereits vorhandenen Ansätzen und Konzepten zu beschäftigen und diese zu bewerten in Hinblick auf ein passendes Konzept der kleinräumigen Gewaltprävention für Mainz. 
Der Antragsentwurf wurde den anderen Fraktionen (außer der AfD) bereits vorgelegt mit der Bitte, diesen gemeinsam mit der Linksfraktion einzubringen.